23. Juli 2014 | 00.00 Uhr
Ein Krieger aus Sandsteinen beschützt die Heimat

Der Krieger in Angermund ist etwa fünf Meter hoch, steht auf 

einem Sockel und ist aus mehreren Sandsteinen 

zusammengesetzt. FOTO: Andreas Endermann

Angermund.

Das Denkmal wirkt so, als wenn es schon immer zur Anlage aus dem 12. Jahrhundert dazugehören würde. So gut fügt sich das erst 1935 geschaffene Kriegerdenkmal in die acht Meter hohe Bruchsteinmauer rund um die Burg von Angermund ein.


Die alte Kellnerei, wie auch der frühere Sitz der Grafen von Berg genannt wird, befindet sich am Ende der historischen Graf-Engelbert-Straße. An der Nordseite der mächtigen Mauer wurde die Erinnerungsstätte, die von Alfred Strumpp geschaffen wurde, errichtet. Der Steinbildhauer war häufig in Düsseldorf auch als Restaurator beschäftigt, hat beispielsweise bei Reparaturen an der Tritonengruppe an der Königsallee und beim Wiederaufbau von Schloss Benrath nach dem Krieg mitgewirkt. Den Auftrag für das Angermunder Kriegerdenkmal hatte er als Sieger eines Architektur-Wettbewerbs erhalten. Mit seiner Figur hatte er dem damaligen Wunsch nach einer Darstellung des heiligen Georgs entsprochen.

Der etwa fünf Meter hohe Krieger steht auf einem Sockel und ist aus mehreren Sandsteinen zusammengesetzt, so dass es wirkt, als würde die Figur aus der Mauer herauswachsen. Der Künstler selbst schrieb zu seinem Werk: "In erhabener Haltung steht die hehre Gestalt des Ritters, vom Mantel umhüllt, das riesige Schwert in den Schädel des besiegten Drachen gestoßen, bereit die Heimat vor übermütigen Angriffen zu schützen und zu schirmen."
Von Julia Brabeck

Quelle: RP