Wie schon erwähnt, waren die ältesten Aufzeichnungen 1729 durch einen Brand vernichtet worden, so dass über den Werdegang unserer Bruderschaft während den ersten beiden Jahrhunderten mangels Unterlagen nichts berichtet werden kann.
Auf St. Sebastianustag - am 20. Januar 1731 - haben Pfarrer J.H.Eßer und die damaligen Schützenbrüder ein neues Buch angelegt und darin aufgezeichnet, was von der früheren Ordnung, den Regeln, Einkommen, Rechten, Strafen, und Gewohnheiten für die Nachkommen überliefernswert erschien. Diese Observanz-Ordnung ist ein Dokument von hohem zeitgeschichtlichen Wert.
Von diesem Zeitpunkt an lässt sich die Geschichte unserer Bruderschaft gut verfolgen, aber natürlich können im Rahmen eines kurzen Überblicks nur einige Begebenheiten erwähnt werden.
Beginnen möchte ich mit der zahlenmäßigen Entwicklung, die zeigt, dass es selbstverständlich über einen solch langen Zeitraum immer ein bewegtes Auf und Ab gegeben hat, worin sich auch die entsprechende Entwicklung in der Gesellschaft widerspiegelt. Alles in allem ist jedoch ein erfreuliches Wachstum zu beobachten.
Die Bruderschaft hatte 1729 die hier aufgezählten 38 Mitglieder:

Hermanus Wardenberg
Henricus Esser
Petrus Ohligschläger
Conradus Broden
Maurcius Baur
Berend, Suitbertus und Ives Klapdor
Franz Küpper
Johann D. Dickmann
Suitbertus und Ludowicus Fowinkel
Rudgerus Hellersberg
Petrus Breiderhoff
Peter von Trosdorff
Peter Große-Kamp
Berend van der Beck
Ludwig Zaß
Johann H. Klintenberg
Frederich Bröcker
Johann Krauß
Christoffel Werners
Christoffel Leidmann
Henrich Wolff
Christianus Keyser
Hermanus Blomekamp
Johannes und Dederich Perpet
Berend Ohlichschläger
Johann A. Broden
Hermanus Weysen
Wilhelm Rosen
Berend Jungholtz
Ives Heid-Kamp
Johann Holdschneider
Petrus Fischer.

Sicher wird dem einen oder anderen so mancher Name irgendwie bekannt vorkommen.